Eine CMS-Installation bereinigen und Wiederherstellungspunkte erhalten
Northstar Studio hat mehrere CMS-Updates installiert. Im Bereich Backups findet der Betreiber mehr Archive als erwartet: Obwohl die Richtlinie die letzten fünf erfolgreichen Sicherungen vor Updates schützt, sind auch ältere Dateien vorhanden.
Die Zahl beschreibt eine Mindestanzahl von Wiederherstellungspunkten. Weitere Archive können noch innerhalb ihrer Aufbewahrungsfrist liegen, ausdrücklich geschützt sein oder unter eine andere Schutzregel fallen. Unter Maintenance → Cleanup lassen sich Speicherbelegung, Aufbewahrung und automatische Wartung gemeinsam prüfen.
Alter und Mindestanzahl gemeinsam betrachten
Eine Sicherung darf durch die richtlinienbasierte Bereinigung erst entfernt werden, wenn die geltenden Alters- und Schutzprüfungen dies erlauben. Ein altes Archiv bleibt erhalten, wenn es zur erfolgreichen Mindestanzahl gehört. Fehlgeschlagene oder fehlende Archive ersetzen keinen geprüften Wiederherstellungspunkt.
Ein Beispiel: Die Altersgrenze beträgt 14 Tage, die Mindestanzahl fünf erfolgreiche Archive. Sind nur drei gültige Archive vorhanden, bleiben alle drei auch nach 14 Tagen geschützt. Bei zehn gültigen Archiven können neuere zusätzlich erhalten bleiben, auch wenn die fünf ältesten nicht mehr durch die Mindestanzahl geschützt sind.
Gespeicherte Einstellungen bleiben bei einem Update erhalten. Prüfen Sie deshalb die tatsächliche Richtlinie Ihrer Installation, bevor Sie sich auf einen Standardwert verlassen.
Die Gründe für belegten Speicher prüfen
Der Bericht unterscheidet Sicherungsdatensätze, verschiedene physische Dateien und gemessene Bytes nach Aufbewahrungsgrund. Verweisen mehrere Datensätze auf dasselbe Archiv, wird dessen physischer Speicher nur einmal gezählt. Nicht als Sicherung registrierte Dateien zählen zur gemessenen Belegung, werden aber nicht automatisch zur Löschung ausgewählt.
Ein optionales Speicherbudget warnt vor hoher Belegung. Es setzt den Wiederherstellungsschutz nicht außer Kraft und bildet keine harte Speichergrenze. Liegt die Belegung nach der Bereinigung weiter über dem Budget, muss der Betreiber die Speicher- oder Aufbewahrungsentscheidung selbst treffen.
Schutz und unbegrenzte Aufbewahrung unterscheiden
Unter Backups kann ein Archiv als Protected markiert und sein Aufbewahrungsverhalten gewählt werden. Der Schutz verhindert das Löschen, bis er aufgehoben wird. Unbegrenzte Aufbewahrung verhindert dagegen nur den automatischen Ablauf; eine ausdrückliche Löschung bleibt möglich.
Für Northstars Sicherung vor einer Migration ist diese Unterscheidung wichtig. Der Betreiber kann das Archiv gezielt schützen, statt anzunehmen, dass eine unbegrenzte Frist auch jede manuelle Löschung verhindert. Auch ein ausdrücklich gesetztes Ablaufdatum muss Schutz und Mindestanzahl beachten.
Wartungskategorien einzeln aktivieren
Cleanup umfasst außerdem Asset-Versionen, veraltete Medienvarianten, bekannte temporäre Arbeitsbereiche sowie Seiten- und Shared-Slot-Versionen. Neu hinzugefügte automatische Wartungskategorien sind zunächst deaktiviert und können einzeln aktiviert werden.
Die Variantenbereinigung erhält Originaldateien der Medienbibliothek und aktuelle Varianten-Fingerabdrücke. Für Versionen gelten Alter und Mindestanzahl gemeinsam: Eine Seite mit 20 Versionen behält unter einer Vorgabe von mindestens 50 alle Versionen, auch ältere. Transferarchive und Protokolle verwaltet weiterhin der Betreiber.
Messzeitpunkt und letzte Ausführung prüfen
Dashboard, Backups und Cleanup zeigen den zuletzt abgeschlossenen Wartungsbericht mit Messzeitpunkt. Veraltete Berichte werden gekennzeichnet. Das Öffnen der Ansicht erstellt den Bericht nicht synchron neu. Refresh checks oder der Scheduler können die Messungen aktualisieren. Vor Bereinigung und Wiederherstellung erfolgen weiterhin aktuelle Sicherheitsprüfungen.
Scheduler setup and verification zeigt installationsbezogene Einrichtungshinweise und aufgezeichnete Aktivität. Ein Cron-Eintrag beschreibt die Konfiguration; ein aufgezeichneter Heartbeat belegt eine tatsächliche Ausführung. Jede aktivierte Kategorie folgt weiterhin ihrem eigenen Zeitplan.
Für Northstar heißt das: Aufbewahrungsgründe prüfen, mögliche Bereinigungen ansehen, den Scheduler verifizieren und das Ergebnis kontrollieren. Die Betriebsdokumentation erläutert die Grenzen. Muss der Wiederherstellungsschutz Dateien erhalten, kann die Speicherbelegung über dem Ziel bleiben. Der Bericht macht diese betriebliche Entscheidung sichtbar.
Die Screenshots zeigen fiktive Northstar-Studio-Testdaten im veröffentlichten CMS 1.107.2. Dargestellt sind Bedienelemente und Beispielzustände; eine Wiederherstellung oder Bereinigung auf einem Produktivsystem wurde nicht durchgeführt.
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